Mantrailing: 
 
 
Was ist Mantrailing?
Der Begriff stammt aus dem Englischen. Man umschreibt damit die Suche von Menschen mit Spürhunden.(...) Der Hundeführer hält seinen Hund beim Trailing stets am langen Riemen, ähnlich der Schweißarbeit. Trail nennt man die Fährte, auf der ein Hund arbeitet.
  Schon im 17.Jahrhundert wurden in Schottland Bloodhounds auf diese Weise zum Verfolgen von Viehdieben und Wilderern eingesetzt. Noch bis ins 19.Jahrhundert glaubte man, dass die menschliche Fußspur den Hunden als Anhaltspunkt für ihre Suche dient. Erst der amerikanische Bärenjäger Montague Stevens entdeckte durch Versuche mit Bloodhounds, dass Hunde nach der Körperwitterung arbeiten. Auch die amerikanische Polizei setzt auf diese Rasse, wenn es um die Verfolgung flüchtiger Straftäter geht.(...) Die längste Fährte, die Mullikin mit seinen Mantrailern ausarbeitete, war 25 Meilen (ca.40 km) lang.
  Voraussetzung des Mantrailing

Das wichtigste für das Mantrailing ist die Beziehung zwischen dem Hundeführer und seinem Hund. Deshalb sollte so früh wie möglich mit der Ausbildungsphase begonnen werden. Der Hund lernt den reinen Individualgeruch von Personen zusuchen. Der Hundeführer muss in der Lage sein in jeder Situation die Körpersprache seines Hundes (Körperhaltung, Bewegung des Kopfes, Änderung der Route/Routenspiel usw.) zu sehen, richtig deuten zu können und dementsprechend richtig zu reagieren.


Orientierung des Hundes bei der Suche
  Bei der Suche nach Menschen orientiert sich der Hund an der Individualwitterung der jeweiligen (gesuchten) Personen. Der menschliche Körper besteht aus einer Vielzahl individueller Zellen. Diese Zellen sterben kontinuierlich ab und werden durch neue ersetzt. Der Körper des Menschen verliert jede Sekunde welche, wobei ein Teil davon nach außen gelangt. Auf diesen Körperzellen befinden sich Bakterien, die für den Abbau der Zellen verantwortlich sind. Durch die Zersetzung wird ein Gas freigesetzt. Das ist ein Merkmal - so individuell wie ein Fingerabdruck.
  Die Duftpartikel des Gases schweben zunächst in der Luft und legen sich nach einiger Zeiten am Boden ab. Erst wenn die Zellen abgebaut sind, ist für den Hund die Duftspur verschwunden. Nach einer Woche, abhängig von der Witterung, sind oft noch Duftstoffe vorhanden. Aufgrund des enormen Nasenvolumen des Hundes sind sie für ihn noch gut erkennbar.
  Quelle Christian Herb
     
     
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