Flächensuche:  
     
 

Unsere Arbeit beschränkt sich auf die Flächensucheinsätze ( gegenüber Trümmersuchen). Flächensuche bedeutet, eine oder mehrere vermisste Personen werden in einem manchmal unübersichtlichen und oft sehr weitläufigen Gelände vermutet und sollen von den Rettungsteams gefunden werden.

 

In der Flächenausbildung lernen unsere Hunde, in unwegsamem Gelände Menschen zu suchen und ihrem Hundeführer durch Verbellen, Bringseln oder Rückverweisen anzuzeigen. Die Ausbildung des Hundes erfolgt in aufeinander aufbauenden Etappen unter immer schwieriger werdenden Bedingungen.

 

Vom anfänglichen spielenden Weglocken vom Hundeführer, der eigenständigen Suche auf kurze Distanzen bis zur selbstständigen Suche über weite Strecken wird jede Trainingsetappe langsam, dem Lerntempo des Hundes angepasst, aufgebaut.

 

Im weiteren Verlauf werden die „Verstecke“ der zu suchenden Helfer variiert und immer schwieriger.
Dabei muss der Hundeführer lernen, seinen Hund zu „lesen“ und ihn anhand des gegebenen Geländes zu dirigieren.

 


In der nächsten Stufe müssen dann mehrere Personen gesucht werden bzw. es sind mehr Hundeteams gleichzeitig in einem definierten Suchgelände unterwegs.

 

Den Abschluss bilden dann Trainingseinheiten unter einsatzrealistischen Bedingungen. Hierzu gehört der Einsatz von Karte und Kompass in unbekanntem Gebiet sowie eine individuelle Einsatztaktik abgestimmt auf die landschaftlichen Gegebenheiten. Auch das Üben der Erstversorgung der aufgefundenen Person wird jetzt verstärkt miteinbezogen.

 

Wenn das Rettungshundeteam nach Einschätzung der Ausbilder und Staffelleiter den gewünschten Ausbildungsstand erreicht haben und alle Anforderungen erfüllt sind, kann das Team die erste  Rettungshundeprüfung absolvieren. Geprüft werden theoretische Grundlagen aus Sanitätsdienst, Kynologie, Erste Hilfe am Hund, Orientierung und Funkwesen, praktisch wird der Gehorsam, eine Kurzanzeige sowie eine große Suche mit mehreren vermissten Personen unter Berücksichtigung der Einsatztaktik bzw. dem Erstversorgen der gefundenen Person geprüft.

 

Aufgrund der anspruchsvollen und komplexen Ausbildung jedes einzelnen Hundes ist von allen Hundeführern unserer Staffel ein hohes Maß an Engagement gefordert. Denn nicht nur der Hundeführer bzw. unsere Ausbilder sind am Ausbildungserfolg beteiligt, sondern ebenso jedes Staffelmitglied als Such-, Motivations- und Spielperson.

Um für jeden Hund in der Staffel ein optimales und individuelles Training zu ermöglichen, sind unsere Trainingsveranstaltungen höchst zeitaufwändig.

 

Wir trainieren zwei Mal in der Woche, Dienstags und Samstags, in verschiedenen Gebieten jeweils 4 bis 5 Stunden. Und das natürlich bei jedem Wetter, sowohl im Sommer als auch im Winter.

 


 
 
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